Tipps zu Ihren Schuhen

Achten Sie auf passgerechte und bequeme Schuhe.
Neue Schuhe sollten Sie am Nachmittag kaufen, weil dann die Füße natürlicherweise am dicksten sind. Neue Schuhe langsam und vorsichtig eintragen. Alle Schuhe müssen vor dem Anziehen und nach dem Ausziehen auf Fremdkörper untersucht werden. Drückende Nähte oder scheuerndes Innenfutter muss durch Abtasten geprüft werden.

„Gesundheitsschuhe“ und Sandalen sind unsinnig und oft gefährlich,
ebenso Einlagen mit Profil, Relief, Pelotten oder Noppen. Diese können unbemerkt Druckstellen und Geschwüre bilden.

Diabetesgerechte Schuhe
bieten ausreichend Platz am Spann, haben eine druckentlastende Fußbettung, verfügen über breite weiche Kappen und geben der Ferse genügend Halt. Der Vorfuß wird entlastet und das Abrollen erleichtert. Die Sohle ist dick und stoßdämpfend. Drückende und scheuernde Innennähte sind nicht vorhanden.

Orthopädische Maßschuhe sind nötig bei Fußdeformitäten,
welche nicht mit vorgefertigten Schuhen behandelbar sind.

Die Indikation ist in einer diabetologischen Fußambulanz zu stellen. Technisch sind hier häufig Korrekturen notwendig, weshalb die Betreuung in einer Fußsprechstunde zusammen mit orthopädischem Schuhmachermeister sinnvoll ist.

Bei Hühneraugen verwenden Sie niemals
Pflaster, Salben oder Tinkturen.

Fordern Sie die Behandlung durch eine diabetologisch geschulte Podologin (nicht einfache „Fußpflege").

Schwielenbildung heißt immer erhöhte Druckbelastung.
Schuhwerk oder Einlagen müssen sofort korrigiert werden. Die Schwielen dürfen niemals selbst mit scharfen Gegenständen abgetragen werden. Es droht eine schwere Infektion mit Verlust des Fußes. Vorsichtiges Abtragen mit Bimsstein ist möglich. Suchen Sie aber bitte zuerst den Rat der diabetologischen Fußambulanz und Podologie.

Bei Verletzungen sind dieWunden zu reinigen, steril zu verbinden und ärztlich zu behandeln. Hautpilzinfektionen sind Eintrittspforten für weit gefährlichere Keime. Deshalb auch hier stets die diabetologische Podologie und Fußambulanz aufsuchen.

Bei Bettlägerigkeit ist besonders auf Entlastung der Fersen und Knöchel zu achten, ggf. mit Weichpolsterauflagen, Schutzschuhen oder Fellschuhen.

   © Gemeinschaftspraxis Dr. Sebastian / Bußmann, Bezirksamtsstr. 25, 67806 Rockenhausen