Typ 1

Es ist eine Erkrankung, welche meist in der Kindheit oder Jugend beginnt.

Die Betroffenen sind meist schlank und erkranken rasch, meist im 12. bis 24. Lebensjahr. Deshalb wird diese Form oft auch als „juveniler Diabetes“ bezeichnet. Es gibt aber auch spätere Erkrankungsformen.

Ist ein Elternteil betroffen, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung für das Kind bei etwa fünf Prozent.

Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung sind an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankt, das entspricht fünf Prozent der an allen Diabetesformen erkrankten Menschen.

Oft handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung durch Störung der Insulin produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse.

Bestimmte weiße Blutkörperchen (T-Lymphozyten) richten sich gegen die insulinproduzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, sehen diese als fremd an und zerstören sie. Der Körper benötigt das Insulin jedoch dringend, um den Zucker in die Zellen aufnehmen zu können. Mangelt es an Insulin, bleiben die Zuckermoleküle aus der Zelle ausgesperrt und reichern sich deshalb im Blut an. Tückisch an Diabetes Typ 1: Der Körper bemerkt den Insulinmangel erst, wenn bereits 75 bis 80 Prozent der Insulin produzierenden Beta-Zellen zerstört sind – und das kann je nach Verlauf Jahre dauern. Die Ursache des Typ-1-Diabetes ist eine Kombination aus genetischen Faktoren, Umweltfaktoren wie Virusinfektionen und Reaktionen des Immunsystems.

Das Kennzeichen ist stets ein absoluter Insulinmangel.

Betroffene benötigen deshalb tägliche Insulinbehandlung!

Unterformen des Typ 1 Diabetes:

Diabetes Typ 1 A bei immunologisch bedingtem Insulinmangel

                          LADA (latent autoimmune diabetes in adults)

Diabetes Typ 1 B bei idiopathisch bedingtem Insulinmangel

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