Glukose

Glukose ist ein Einfachzucker (Monosaccharid) und ein Kohlenhydrat. Es gibt zwei Formen: D-Glukose und L-Glukose. In der Natur kommt ausschließlich D-Glukose vor (Traubenzucker oder Dextrose). L-Glukose ist nur synthetisch herstellbar. Sie wäre für Diabetiker verträglich, ist im Handel aber teurer als Gold.

Der Blutzuckergehalt (BZ) eines gesunden Menschen beträgt im nüchternen Zustand, d. h. nach Übernachtfasten, etwa 70 bis 100 mg/dl Blut. Im Blutplasma liegen die gemessenen Werte etwa 10–15 % höher. Außerdem liegen die Werte im arteriellen Blut über den Konzentrationen im venösen Blut, da Glukose während der Passage des Kapillarbettes in das Gewebe aufgenommen wird. Auch im Kapillarblut, das häufig zur Bestimmung verwendet wird, liegen die Werte teils höher als im venösen Blut. Nach Nahrungsaufnahme steigt die Blutzuckerkonzentration an. BZ-Werte über 180 mg/dl in venösem Vollblut sind sicher pathologisch und werden als Hyperglykämie bezeichnet. Ein wiederholt oder dauerhaft erhöhter Blutzuckerwert weist auf Diabetes mellitus hin. Glucosekonzentrationen unter 40 mg/dl in venösem Vollblut werden als Hypoglykämie bezeichnet.

Die Neubildung von bis zu 250 g Glukose am Tag findet hauptsächlich in der Leber statt. Auch die Tubuluszellen der Nieren können Glukose bilden.

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