Schwangerschaftsdiabetes (Typ 4)

Der Schwangerschaftsdiabetes wird auch als Gestationsdiabetes (GDM) oder Typ-4-Diabetes bezeichnet. Er ist definiert als eine in der Schwangerschaft erstmals diagnostizierte Glucose-Toleranzstörung. In seltenen Fällen kann es sich um einen neu aufgetretenen Diabetes Typen 1 bis 3 handeln. Beim typischen Gestationsdiabetes tritt nach der Geburt bei den meisten Frauen wieder ein normaler Zuckerstoffwechsel auf. Der Gestationsdiabetes zählt insgesamt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen.

Als Risikofaktoren gelten:

  • Übergewicht mit einem BMI vor der Schwangerschaft > 27
  • Diabetes mellitus Typ 2 in der Familie
  • mütterliches Alter über 30 Jahren
  • Gestationsdiabetes während einer früheren Schwangerschaft
  • exzessive Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
  • gestörte Glukosetoleranz vor der Schwangerschaft
  • ein bereits geborenes Kind mit einem Geburtsgewicht von über 4500 g
  • Fehlgeburten in der Vorgeschichte

Ein Schwangerschaftsdiabetes kann auch ohne diese bekannten Risikofaktoren auftreten. Deshalb wird heute jeder schwangeren Frau zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche ein Zuckerbelastungstest empfohlen. Der orale Glucose-Toleranztest (OGTT) ist einfache und nicht invasiv.

Mehr zum OGTT und den BZ-Normalwerten finden Sie hier.

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