Tuberkulose

Die Tuberkulose ist weltweit verbreitet und gehört neben HIV/AIDS und Malaria zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Rund ein Drittel der Weltbevölkerung soll mit Tuberkulose-Erregern infiziert sein, wobei etwa 5 – 10% der infizierten Erwachsenen im Laufe ihres Lebens eine behandlungsbedürftige Tuberkulose entwickeln. Bei Infizierten mit einer eingeschränkten Immunabwehr (z.B. bei HIV-Infektion) liegt das Erkrankungsrisiko noch deutlich höher. Nach Angaben der WHO erkranken jährlich fast 9 Millionen Menschen an einer Tuberkulose und etwa 1,4 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen dieser Krankheit, oftmals aufgrund einer unzureichenden Behandlung. Damit ist die Tuberkulose auch heute noch weltweit die häufigste zum Tode führende behandelbare bakterielle Infektionskrankheit und die führende Todesursache bei HIV-Infizierten.

In Deutschland wurden im Jahr 2013 insgesamt 4.318 Tuberkulosen registriert, was einer Inzidenz von 5,3 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner entspricht. Der Anteil von Erkrankungen durch multiresistente Stämme liegt bei 3,4% (102 Fälle) und ist damit gegenüber dem Vorjahr (2,1%, 64 Fälle) deutlich gestiegen. Es ist der höchste Anteil, der seit Erfassung der resistenten Tuberkulose im Jahr 2001 für Deutschland registriert wurde.

Erreger der Tuberkulose sind langsam wachsende, stäbchenförmige Bakterien der Art Mycobacterium. Die Pathogenität der Tuberkulose-Erreger beruht in erster Linie auf der Induktion einer ausgeprägten zellvermittelten Immunantwort.

Hinweise beim Verdacht und zum Schutz bei Infektion finden Sie hier.

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