Gemeinschaftspraxis und Behandlungsvertrag

In einer Gemeinschaftspraxis führen Ärzte eine gemeinsame Berufsausübung. Juristisch unterliegt diese Form der Berufsordnung der Ärztekammer und ist genehmigungspflichtig. Ein Patient, der eine Gemeinschaftspraxis aufsucht, schließt grundsätzlich mit allen Ärzten dieser Gemeinschaftspraxis einen Behandlungsvertrag ab. Eine Gemeinschaftspraxis zeichnet sich unter anderem aus durch eine gemeinsame, in der Regel jederzeit austauschbare ärztliche Tätigkeit an gemeinsamen Patienten. 

Ärzte einer Gemeinschaftspraxis führen einen gemeinsamen Patientenstamm und eine gemeinsame Patientenkartei. Die Dokumentationspflicht obliegt jedem Arzt der Gemeinschaftspraxis. Die Patientenkartei steht zivilrechtlich im gemeinsamen Eigentum aller Ärzte der Gemeinschaftspraxis. Verantwortliche Stelle im Sinne des Datenschutzes ist die Gemeinschaftspraxis. 

Dadurch, dass der Patient nicht mit einem einzelnen Arzt, sondern mit allen Ärzten der Gemeinschaftspraxis den Behandlungsvertrag abschließt, kann jeder Arzt der Gemeinschaftspraxis im Bedarfsfall auf die Patientenakte  zugreifen. Die Vorschriften zur obligaten ärztlichen Schweigepflicht stehen dem nicht entgegen. Ärzte einer Gemeinschaftspraxis behandeln die Patienten gemeinsam bzw. vertreten sich gegenseitig. Möchte ein Patient nur von einem bestimmten Arzt behandelt werden, so muss er dieses ausdrücklich mit dem gewünschten Arzt und unserem Praxisteam vereinbaren.


Schwerpunktpraxis für Diabetes

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