Oppenheimer Erklärung

Die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß der Deutschen Diabetes Gesellschaft hat in Oppenheim am Rhein eine Erklärung verfasst, welche zum Ziel hat, die Zahl der Amputationen bei Menschen mit Diabetes erheblich zu reduzieren. Der Hintergrund dafür ist, dass bei Diabeteserkrankung etwa 15mal häufiger eine Amputation der unteren Extremitäten durchgeführt wird. Dazu wurden in interdisziplinärer Zusammenarbeit Kriterien erstellt zur Vermeidung von Amputationen. Die wesentlichen Empfehlungen dazu sind:

1. Ein Fußbefund, der eine Amputation veranlassen könnte, sollte einwandfrei diagnostiziert werden mit Unterscheidung zwischen infiziert-neuropathisch und pAVK. Mindestens notwendig sind die Erhebung des Gefäßstatus (Angiografie), eine orientierende neurologische Untersuchung (z.B. mit der Stimmgabel nach Rydell-Seifer) sowie eine Röntgenuntersuchung des Fußskelettes. Evtl. sollte eine mikrobiologische Untersuchung durchgeführt werden.

2. Bei fehlenden Hinweisen auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine große Amputation als primäre Maßnahme nicht indiziert.

3. Bei vorhandenen Hinweisen auf eine pAVK ist die Revaskularisation vor einer Amputation in jedem Fall in Betracht zu ziehen.

4. Immer sollten vor einer Amputation sowohl ein gefäßchirurgisch als auch ein diabetologisch erfahrener Arzt konsultiert werden.

Die Oppenheimer Erklärung wurde von uns unterzeichnet.


Die ärztliche Schweigepflicht

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