Panaritium

Hier besteht eine Infektion an der Zehe, welche oft Folge einer Bagatellverletzung mit Besiedelung von Eiterkeimen ist. Die gleiche Infektion ist natürlich auch an den Fingern möglich.

Die Entzündung führt zu einer Rötung, Überwärmung, Schwellung und Funktionseinschränkung und sofern keine Empfindungsstörung infolge anderer Erkrankungen vorliegt (z. B. beim Diabetes mellitus) zu pochenden Schmerzen. 

Diese Entzündung tritt häufig auch am Nagelrand oder gar unterhalb eines Nagels auf. Eine Ausbreitung auf die Sehen und die gesamten Weichteile des Zehengliedes und darüber hinaus ist möglich (umgangssprachlich „Umlauf“).

Zur Therapie ist eine Sanierung durch Eröffnung, Ausräumung von Eiter, schwer entzündetem oder abgestorbenem Gewebe notwendig. Hinzu kommt die entsprechende Entlastung (ggf. in einem speziellen Behandlungsschuh), Hochlagerung, lokale keimtötende Wundauflage und bei ausgedehntem Befund auch eine Behandlung mit Antibiotika, wobei diese dann in der Regel gezielt gegen den untersuchten bakteriellen Erreger durchgeführt wird.

Bei Infektionen am Nagelrand, Nagelfalz, der Nagelwurzel oder unterhalb des Zehennagels ist meist eine Teilabtragung des Nagelkörpers notwendig. Dazu bestehen Möglichkeiten der örtlichen Betäubung, um eine schmerzfreie Sanierung zu gewährleisten.

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