Schweißfüße

Die Fußsohlen und auch die Handinnenflächen sind mit besonders vielen Schweißdrüsen besetzt, etwa 500 pro Quadratzentimeter. Diese dienen nicht, wie die anderen Schweißdrüsen des Körpers zur Temperaturregulation, sondern der besseren Haftung der nackten Füße am Untergrund. Die Schweißproduktion an Händen und Füßen wird von einem eigenen Zentrum im Zentralnervensystem gesteuert. Dieses Schwitzen tritt während des Schlafes nicht auf.

Schweißfüße an sich sind kein Zeichen einer mangelnden Fußpflege oder der Hygiene. Tägliche Fußpflege kann allerdings die Geruchsbildung verringern.

Eine Überfunktion der Schweißdrüsen an den Füßen kann durch das Auftragen einer Jodtinktur und nach Trocknung anschließender Überpuderung mit Kartoffelstärke gemessen werden. Da der austretende Schweiß die angepinselte und gepuderte Fläche durch eine Blaufärbung deutlich verändert, ist aus der Farbveränderung auch die individuelle Ausprägung des Schweißflusses erkennbar. Dieser Test ist auch für eine Verlaufskontrolle während einer Therapie geeignet.

Hilfreiche Maßnahmen können sein

  • häufige Reinigung der Füße (vor allem mit kaltem Wasser) und Eincremen
  • spezielle Fußbäder
  • zeitweiliges Barfuß gehen
  • geruchshemmende Einlegesohlen und atmungsaktive Schuhe
  • Baumwollsocken, häufiges Wechseln und Waschen der Strümpfe
  • mechanische Entfernung von überschüssigen Hautschichten
  • Fußpuder morgens, auch in die Socken

Medizinische Therapieoptionen zur Unterbrechung des Nervenregelkreises bestehen für besonders hartnäckige Fälle.

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