Was ist Podologie?

Der Begriff stammt vom griechischen Wort für Fuß (podos) und Lehre (logos) und bezeichnet die nichtärztliche Heilkunde am Fuß. Podologen führen eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, welche nach dem Podologengesetz (PodG) definiert ist. Die Fachausbildung und Zulassung nach Prüfung ist ebenfalls gesetzlich geregelt (PodAPrV). Dieses Berufsbild ist das jüngste der geregelten Gesundheitsfachberufe nach Art. 74 Nr 19 GG.

Podologen arbeiten i. d. R. als selbstständige Leistungserbringer in eigenen Podologiepraxen mit einer Kassenzulassung und in freier Mitarbeit in ärztlichen Gemeinschaftspraxen mit spezieller Fußambulanz. Hier erfolgt die enge Zusammenarbeit mit den ärztlichen Berufsgruppen aus der Inneren Medizin, insbesondere Diabetologen und den anderen Facharztgruppen sowie mit Orthopädie-Schuhmachern und Physiotherapeuten bzw. Ergotherapeuten.

Die Behandlungsmaßnahmen einer Podologin reichen über das frühere Maß einer Fußpflegerin erheblich hinaus. Sie umfassen präventive und kurative Therapien rund um den Fuß. Bei Menschen mit Diabetes und mit bestimmten Folgeschäden am Fuß wird eine Heilmittelverordnung zur speziellen medizinischen Fußbehandlung vom Arzt ausgestellt werden. Dies gilt derzeit für alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Deutschland.

Für solche speziellen diabetologischen Fußbehandlungen ist eine umfassende Ausbildung mit regelmäßiger Weiterbildung und die enge Zusammenarbeit mit Diabetologin und Diabetesberaterin notwendig.

Insgesamt nimmt die Podologie eine sehr wichtige Stellung im Bereich der Fußgesundheit ein. Auch bei nicht diabetologisch bedingten Fußerkrankungen werden pathologische Veränderungen erkannt, welche eine ärztliche Behandlung erfordern. Hier steht die Podologie in einem engen Netzwerk zwischen Ärzten und Orthopädie-Schuhmachern.

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